besucher- und informationszentrum, berlin

offener wettbewerb, einladung zur phase 2
zusammenarbeit mit der architektin anja müller

einfach, pragmatisch und großzügig stellen wir uns das besucherzentrum vor. aus dem gebrauch heraus entwickeln sich unsere grundrisse. diesen geben wir eine hülle aus beton. in diese hülle werden öffnungen geschnitten. für türen und große und kleine fenster aus holz. die wertigkeit, zeitlosigkeit des materials und die sorgfalt in der verarbeitung stellen die verbindung her zum reichstagsgebäude.

städtebau
wir entwerfen eine klare form als gegenüber zu dem opulenten reichstagsgebäude. der winkelförmige grundriss bildet einen offenen und übersichtlichen platz zum reichstagsgebäude. über diesen platz tritt der besucher ins gebäude ein und aus. die vielfalt und prominenz der umliegenden gebäude bewog uns, ein entschieden zurückhaltendes bauwerk zu machen. jede gebäudeseite geht auf ihre unterschiedliche umgebung ein. die nordfassade mit dem eingangsbereich ist mit kleinen fenstern perforiert. eine ausnahme bildet das große fenster im plenarsaal zum platz der republik hin. die westseite verhält sich respektvoll zum mahnmal und öffnet sich im erst im obersten geschoss mit einer loggia für die seminarteilnehmer. die gartenfassade öffnet sich großzügig zum tiergarten. die ostfassade ermöglicht einen ausblick auf die simson allee und einen einblick in die wandelhalle. vom vorplatz aus gibt es ein großes fenster, das einen blick durchs gebäude in den tiergarten ermöglicht. das dach ist begrünt.

architektur
der baukörper liegt im biergarten wie ein ausgehöhlter ast. nach dem passieren der sicherheitskontrolle gelangt der besucher in die wandelhalle und der raum weitet sich. die 15 meter hohe und 70 meter lange wandelhalle bildet das rückgrat und verbindet alle geschosse. sie schafft orientierung, ausblicke und großzügigkeit. die besucher verteilen sich auf den verschiedenen ebenen, immer mit blickbezug zur wandelhalle. jedes geschoss verfügt über ausreichend platz, um anzukommen und sich zu verteilen. am ende der wandelhalle führt eine breite treppenhalle zum tunnel. das bistro schwebt als schmaler, langer balkon in der wandelhalle. ein lichthof in der mitte des gebäudes verbindet drinnen und draußen und oben und unten.